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Schülerperspektiven. Warum die Perspektive variiert werden sollte!

Bezüglich der Perspektivenübernahme im Unterricht bestehen Gestaltungsoptionen: Sollen die Schülerinnen und Schüler (1) als Akteure oder (2) als reagierende Adressaten oder (3) als außen stehende Beobachter oder (4) als intervenierende Bürger an den ethisch relevanten Sachverhalt herangeführt werden?

(1) Akteur: Ökonomische und politische Bildung dienen dem Erwerb von Handlungskompetenz. Sie sprechen die Schülerinnen und Schüler daher oftmals als wirtschaftliche und politische Akteure an. Dies macht bei der wirtschaftsmoralischen Bildung dort Sinn, wo individuelle Handlungsmöglichkeiten oder -notwendigkeiten bestehen.

(2) Adressat: Die Heranwachsenden sind auch das Gegenüber anderer Akteure, auf deren Handlungen sie reagieren können oder müssen. Dies macht bei der wirtschaftsmoralischen Bildung dort Sinn, wo die Initiative regelmäßig von der anderen Marktseite ausgeht.

(3) Beobachter: Die Schülerinnen und Schüler beobachten Handlungen und Interaktionen anderer Akteure, ohne selbst involviert zu sein. In der wirtschaftsmoralischen Bildung ermöglicht die Position des außen stehenden Beobachters eine neutrale Beurteilung des Handelns anderer.

(4) Bürger: Die Heranwachsenden sind nicht zuletzt mit sozialen Dilemmata konfrontiert, deren Lösung einer politischen Intervention bedarf. Dies erfordert die Perspektive des mündigen Wirtschaftsbürgers, der das Geschehen durch Mitgestaltung der Rahmenbedingungen beeinflusst.

Das ethos-Projekt gewährleistet die Vollständigkeit der Perspektivenübernahme durch das Gesamtcurriculum.

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